Vernetzen und informieren

Veröffentlicht am 10.04.2014 in Allgemein

Beim zweiten Vereinstag in Nobitz bekommen die Verantwortlichen zahlreiche Tipps und Hinweise.

Die OVZ (Jörg Reuter) berichtet in ihrer Ausgabe am 09.04.2014 über das Vernetzungstreffen in der Gemeinde Nobitz.

Nobitz. Wo gibt es Geld? Was hat sich rechtlich verändert? Wie funktioniert Öffentlichkeitsarbeit? Antworten darauf gab es kürzlich beim zweiten Vereinstag in Nobitz. Gemeinsam mit dem Kreisverein der Landfrauen und dem Landratsamt hatte die Gemeinde wieder 47 Vereine eingeladen. Ziel der Veranstaltung ist auch, die Aktiven miteinander zu vernetzen.

Das Spektrum an Vereinen ist in Nobitz vielfältig, es gibt die Kleingärtner und Sportler, den Faschingsverein, die Flugwelt oder den Heimatverein. So unterschiedlich auch die einzelnen Betätigungsfelder und mithin die speziellen Sorgen der Vereine sind, es gibt auch eine ganze Reihe Probleme, die alle gemeinsam haben. Dies zeigte sich einmal mehr beim Vereinstag am Freitag in Nobitz, zu dem Vertreter von rund 20 Vereinen kamen. Denn die Tipps und Anregungen interessierten offensichtlich alle gleichermaßen.
Am höchsten im Kurs standen natürlich die Antworten auf die Frage: Wie kann ein Verein und dessen Vorhaben finanziert werden? Und dafür gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten. Es liegen Fördergelder für Projekte bei staatlichen Behörden bereit und die Privatwirtschaft stellt Mittel zur Verfügung. Aber auch Stiftungen geben bisweilen größere Beträge für Vereinstätigkeiten. "Ich bin, ehrlich gesagt positiv überrascht. Hier habe ich Dinge erfahren, die ich nicht auf dem Schirm hatte", meint FlugweltChef Dirk Sylvester, der erstmals beim Vereinstag dabei war. Gerade die Hinweise, bei überregionalen Stiftungen vorzusprechen, fand er sehr interessant.
Nicht nur das Geld ist im Verein ein Problem. Auch rechtliche Aspekte müssen die Vorstände beachten. Dass sich in diesem Bereich einiges verändert hat und deshalb die Satzungen überprüft werden sollten, führte zu zahlreichen Notizen auf den Blöcken der Anwesenden. "Das hätte ich nicht gewusst", gesteht Günter Wild, Vorsitzender des Kleingartenvereins Wilchwitz. Er könne viel mitnehmen, freut er sich, obgleich er nicht glaubt, die Informationsfülle im Detail behalten zu können.
Das Wichtigste sei sowieso, dass die Vertreter der Vereine untereinander und mit der Gemeinde sowie dem Landratsamt ins Gespräch kommen, meint Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) nach den Fachvorträgen. Die organisatorische Hauptverantwortung lag übrigens beim Kreisverband der Landfrauen als Projektträger sowie dem Landratsamt als Kooperationspartner. Nach den guten Erfahrungen und der großen Resonanz 2013 in der Gemeinde Nobitz und der Stadt Lucka werden fünf Vereinstage in diesem Jahr im Kreis durchgeführt, sagt Regina Müller. Ein wichtiges Anliegen sei, neben der Unterstützung der Vereine den lokalen Aktionsplan des Landkreises vorzustellen, so Müller weiter.

 

Kommentar

Wer nicht da war, hat etwas verpasst

Von Jörg Reuter

Die Idee, den Vereinen mit einer Vielzahl nützlicher Tipps zu helfen, ist einfach, aber auch notwendig. Darin waren sich alle einig, die beim zweiten Vereinstag in Nobitz dabei waren. Sie waren sich genauso einig, dass jeder, der nicht anwesend war, viel verpasst hat.
Und tatsächlich, schon allein das Vorstellen verschiedener Wege, um an Geld zu kommen, dürfte für jeden etwas Neues gebracht haben. Wer kennt schon alle Geldquellen für Vereine zwischen EU, Bund, Land, Kreis, der Wirtschaft oder Stiftungen? Und das war nur ein Thema, zu dem es Hilfe gab.
Nicht die feierliche Lobhudelei in Sonntagsreden hilft den Ehrenamtlichen wirklich, sondern solche Tipps von Fachleuten, die zudem mit fundiertem Wissen auch all jene Fragen beantworten können, die der Alltag in der Vereinsarbeit stellt. Insofern ist es mehr als zu begrüßen, dass die Vereinstage keine Eintagsfliege im Jahr 2013 waren, sondern in diesem Jahr fortgesetzt und sogar in weitere Ortschaften getragen werden.